Frühlingsfächer
NASA/JPL-Caltech/UArizona
Frühlingsfächer
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In nördlichen Breiten kondensiert jeden Winter Kohlendioxid aus der Marsatmosphäre auf der Oberfläche und bildet eine Eiskappe. Im Frühling scheint dann die Sonne durch diese halb-durchsichtige Eisschicht und erwärmt den darunterliegenden Boden. Dadurch sublimiert das Eis an der Unterseite dieser Schicht (d.h. es geht vom festen sofort in den gasförmigen Aggregatzustand über) und folglich ist das Gas zwischen Boden und darüberliegender Eisschicht eingeschlossen. Der Druck steigt kontinuierlich an. Wenn er zu hoch wird, bricht die Eisschicht auf und das Gas kann entweichen. Unter optimalen Bedingungen kondensiert das entwichene Gas in unmittelbaren Umgebung der Bruchstelle sofort wieder und formt einen hellen Fächer.

Die dunklen Faecher hingegen sind feinkörniges Oberflächenmaterial, welches vom entweichenden Gas zur Oberfläche der Eisschicht mitgerissen wurde. Diese winzigen Partikel können auch vom Wind weggetragen werden und sich in dunklen Fächern auf der Eisoberfläche ablagern, wo sie langsam in das Eis sinken. Die Linien von dunklen Fächern lassen erkennen, wo das Eis ursprünglich aufbrach und das Gas entweichen liess.

Übersetzung: Ruth Ziethe

 
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